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Jana Brinkmann heißt die Lauschaer Glasprinzessin für die Jahre 2006 - 2008. Im folgenden kleinen Interview erfahren Sie mehr über die „Majestät auf Zeit“. Wie wird man eigentlich Glasprinzessin? Wichtigste Voraussetzungen für das Amt der Glasprinzessin: sie muss das Glasbläserhandwerk in den verschiedenen Sparten in Lauscha erlernt haben, das Handwerk ausüben bzw. in einer Glas herstellenden oder verarbeitenden Firma tätig sein.
Die Verbundenheit mit dem Glas ist die Hauptvoraussetzung, um überhaupt in die engere Wahl als Glasprinzessin gezogen zu werden. Weiterhin gehören dann umfangreiche Kennt-
nisse über die Heimatstadt und des Handwerkes mit dazu. Ein Gremium aus Vertretern verschiedenster Interessengemeinschaften trifft dann die Auswahl aus den verschiedenen Bewerberinnen. Die Amtsübergabe und somit erste öffentliche Präsentation der neu gewählten Hoheit findet traditionell zum Glasmacher- und Mondstürerfest in Ernstthal im Juli statt.
Und welche Qualifikation bringen Sie für das Amt mit? Ich bin Staatlich geprüfte Glasbläserin und habe eine dreijährige Ausbildung an der Lauschaer Glasfachschule, Spezialisierungsrichtung Glasgestaltung absolviert. Seit 2003 arbeite ich in der Farbglashütte als Glasbläserin.
Wie kam es zu ihrem Berufswunsch? Nach meinem Abitur am Greußener Hartenberg-Gymnasium (Kyffhäuserkreis) wollte ich beruflich immer etwas Kreatives, Handwerkliches machen. Raumausstatter oder Innenarchitektur schwebten mir vor. Zufällig hörte ich von der Glasbläserausbildung in Lauscha. Ich bewarb mich, wurde angenommen und nahm meine Ausbildung auf.
Und heute? Heute können mir die Besucher der Farbglashütte bei der Arbeit zu schauen. Als Glasbläserin fertige ich nicht nur kleine Glasfiguren sondern auch eigenen gläsernen Schmuck. 2004 besuchte ich außerdem einen Perlendesign-Lehrgang in Hamburg. Wer möchte, kann beim Kreativangebot „Perlendesign“ mit meiner Hilfestellung eine eigene Glasperle vor dem Brenner gestalten.
Berufliches Engagement, Prinzessinnen-Termine und Privatleben – wie bringt man das unter einen Hut? Es ist nicht so einfach. Meine Familie wohnt 130 km entfernt im Kyffhäuserkreis. Als Prinzessin fährt man außerdem quer durch die ganze Republik. Aber trotzdem macht es Spaß. Man lernt viele Leute kennen, und lustigerweise sprechen einen die Leute als Prinzessin ganz anders an. Ich bemühe mich sehr, während meiner Amtszeit die Werbetrommel für Lauscha kräftig zu rühren. Denn touristisch hat die Stadt und das Umfeld vieles zu bieten. Ich möchte nicht nur als „schmückendes Beiwerk“ auf Veranstaltungen stehen oder den Leuten Flyer in die hand drücken. Bei den Veranstaltungen komme ich gerne mit den Besuchern ins Gespräch – der Werbeeffekt für die Stadt stellt sich dann ganz von selbst ein. |